Bildungsbausteine

Musik - Kinder handeln von Geburt an musikalisch. Mit Neugier und Faszination begegnen sie der Welt der Musik. Sie haben Freude daran, den Geräuschen, Tönen und Klängen in ihrer Umgebung zu lauschen, diese selbst zu produzieren und Klangeigenschaften von Materialien aktiv zu erforschen.

Der aktive Umgang mit Musik fordert und fördert die gesamte Persönlichkeit des Kindes.

Beispiele zur musikalische Erziehung in unserer Einrichtung:

Gemeinsames Singen - Rhytmische Verse - einfache Tänze - Spiellieder - Bewegungslieder - Klanggeschichten - Musik hören - Kennenlernen und erproben verschiedener Instrumente

 

Kunst und Kultur - Im künstlerischen Bereich erfahren die Kinder ihre Umwelt mit allen Sinnen. Zur Stärkung der kognitiven Kompetenzen, wie der differenzierten Wahrnehmung, Phantasie, Kreativität und Ausdrucksfähigkeit ist dieser Bildungsbereich besonders geeignet.

Beispiele zur kulturellen und kreativen Erziehung in unserer Einrichtung:

freies und angeleitetes Basteln - Malen mit verschiedenen Farben - verschiedene Techniken und Materialien ausprobieren - verschiedene Ausdrucks- und Gestaltungsmöglichkeiten kennen lernen

 

Werte und Religion - Das Kind erhält die Möglichkeit in der Begegnung mit lebensnahen Wertesystemen und religiösen Überlieferungen eigenen Standpunkte zu finden, sowie Wertschätzung und Offenheit gegenüber anderen zu entwickeln.

Eigene religiöse Erfahrungen und das Miterleben von Gemeinschaft, Festen, Ritualen, sowie die Begegnung mit Zeichen und SYmbolen können helfen, Eigenes und Fremdes zu erschließen.

Beispiele zur werteorientierten und religiösen Erziehung in unserer Einrichtung:

Einüben von Gesprächsregeln - Naturbegegnung - bewusster Umgang mit Essen und der Natur - tägliches Beten - Besuch in der Kirche - Erzählen biblischer Geschichten - religiöse Bilderbücher - Singen religiöser Lieder - Feiern religiöser Feste im Jahreskreis - Bräuche und Traditionen kennen lernen

 

Soziale Beziehungen - Emotionale und soziale Kompetenzen sind Voraussetzung, dass ein Kind lernt, sich in die soziale Gemeinschaft zu integrieren. Sie sind mit sprachlichen und kognitiven Kompetenzen stark verknüpft.

Beispiele zur sozialen Erziehung in unserer Einrichtung:

sichere Bindung aufbauen - Vorbild sein - Gespräche über Gefühle und Konflikte -  - Gefühlszustände mit Worten benennen und beschreiben - Grenzen und Regeln gemeinsam erarbeiten und und auf deren Einhaltung achten - Unterstützung bei der Kontaktaufnahme - gemeinsame Tisch- und Kreisspiel - Toleranz üben

 

Sprache - Sprachkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation und ist eine wesentliche Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg und für volle Teilhabe am gesellschaftlich-kulturellen Leben.

Beispiele zur sprachlichen Erziehung in unserer Einrichtung:

Einzel- und Gruppengespräche - Geschichten - Reime und Verse - Fingerspiele - Bilderbücher - Rollenspiele - Sprachspiele

 

Mathematik - Geometrische Formen, Zahlen und Mengen lassen sich überall entdecken. Vieles was Kinder im Alltag entdecken sind mathematische Grunderfahrungen. Diese werden möglicherweise nicht als solche bewusst wahrgenommen.

Beispiele zur mathematischen Erziehung in unserer Einrichtung:

Vergleichen und sortieren von Formen - Mengen - Zahlen - Zuordnungsspiele - Tischspiele zu Zahlen und Mengen - Zählen und Mengen vergleichen, wann immer es sich anbietet - Würfelspiele - Abzählverse - geometrische Formen ertasten, benennen, zeichnen, ausmalen,

 

Naturwissenschaft und Technik - Naturwissenschaft und Technik prägen unser tägliches Leben, Kinder zeigen großes Interesse an diesen Bereichen. Sie haben Spaß und Freude am Beobachten, Experimentieren und Forschen

Bespiele zur naturwissenschaftlichen und technischen Erziehung in unserer Einrichtung:

Sinnesübungen (Tasten, Riechen, Hören, Schmecken) - Jahreszeitliche Zusammenhänge kennen lernen - Spaziergänge - Spielen mit Naturmaterial - Spiele mit Wasser und Sand - Experimentieren mit unterschiedlichen Material

 

Umwelt - Wir wollen die Kinder auf die Schönheit der Natur aufmerksam machen und ihnen beim Erkunden der Umwelt helfen. Im Alltagsgeschehen üben wir umweltbezogenes Denken und Handeln

Beispiele zur Umwelterziehung in unserer Einrichtung:

Spaziergänge - Spielen im Garten - Beobachtung der Natur im Jahreskreis - Wetterbeobachtung - Mülltrennung - Naturtage

 

Bewegung - Kinder brauchen keine Anleitung um sich zu bewegen. Allein der kindliche Forscher- und Entdeckungsdrang führt dazu, dass kleine Kinder immer in Bewegung sind.

Darüber hinaus ist die Bewegung für die Entwicklung von Wahrnehmungsleistungen, kognitive und soziale Verhaltensweisen bedeutsam. Die Verbesserung der motorischen Leistungen des Kindes steigert seine Unabhängigkeit, sein Selbstvertrauen und sein Selbstbild.

Beispiele zur Bewegungserziehung in unserer Einrichtung:

freies und angeleitetes Turnen mit vielfältigen Material - Bereitstellen von Fahrzeugen im Innen- und Aussenbereich - Spaziergänge - Spielen im Garten - Naturtage - Kreisspiele - Bewegungsspiele - Tänze

 

Gesundheit - ist ein Zustand von körperlichen, seelischem, geistigen und sozialem Wohlbefinden. Körperpflege und Ernährung spielen neben der Bewegung eine große Rolle.

Beispiele zur Gesundheitserziehung in unserer Einrichtung:

wir legen Wert auf gesunde Brotzeit und thematisieren das mit den Kindern - Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit und Wohlbefinden vermitteln - täglich frisch zubereitetes Mittagessen - ausgewogener Speiseplan - Grundregeln der Hygiene kennenlernen - ausgewogener Tagesablauf zwischen Bewegung und Entspannung

 

Schulanfängertreffen - Alle Fähigkeiten und Fertigkeiten, die ein Kind in den ersten sechs Jahren erwirbt, hilft ihm den Schulalltag zu bewältigen. Somit kann alles was vor der Schule liegt als "Vorschule" bezeichnet werden. Vorschulerziehung betrachten wir als ganzheitliche Erziehung. Im letzten Jahr vor der Einschulung erleben sich die Kinder als Gemeinschaft, die ihrem Alter entsprechende Angebote erhalten und sie auf den Übertritt in die Schule vorbereiten. Wir nennen diese gezielten Angebote "Schulanfängertreffen". Sie finden ab Januar in einem Raum in der Schule statt.

Diese enge Kooperation mit der Schule ermögicht den Kindern einen sanften Übertritt vom Kindergarten in die Schule. Sie lernen das Schulgebäude und das Umfeld kennen. Sie erleben, wie die Pause abläuft und haben erste Kontakte zu den Lehrkräften. Diese "Schulanfängertreffen" sind kein vorgezogener Schulunterricht. Wir wollen die Kinder auf die Schule vorbereiten und soll es ein spielerisches "Entdecken des Lernens" sein. Wir haben uns deshalb für das Prinzip der Lernwerkstatt entschieden.

 

Lernwerkstatt - was ist das? Wir setzen auf den Forscher- und Entdeckungsgeist der Kinder. Für jeden Lernbereich stehen in der Lernwerkstatt verschiedene Angebote bereit. Wir geben nicht vor, mit welchem Material die Kinder arbeiten sollen.

Aber es gibt Regeln, an die man sich halten muss:

  • Das was ich mir hole, bringe ich zu Ende
  • Wenn ich nicht weiter weiß, kann ich mir Hilfe holen. Entweder bei einem anderen Kind oder der Erzieherin
  • Wenn ich fertig bin, bringe ich das Material in den ursprünglichen Zustand und stelle es auf seinen Platz zurück

Die Kinder beginnen mit dem, was sie bereits können und haben damit Erfolgserlebnisse. Dadurch motiviert beginnen sie auch andere noch unbekannte Bereiche zu erforschen.

Ziele der Lernwerkstatt sind das Lernen zu entdecken und Lernen wie man lernt:

  • durch Versuch und Irrtum, d. h. Fehler sind erlaubt
  • durch Wiederholung: ein Kind wiederholt in der Regel ein Material sooft, bis es ganz sicher damit umgehen kann
  • eigene Lösungswege finden und umsetzen

In der Lernwerkstatt werden alle Kompetenzen gleichermaßen gefördert, aber den Zeitpunkt darüber bestimmen die Kinder.